FT8 – Die digitale Revolution im Amateurfunk

Donnerstag, 20. September 2018 20:00

Von Dr. Jürg Regli, HB9BIN

 

Nach CW ist RTTY die älteste digitale Betriebstechnik im Amateurfunkwesen. Seit ihrer Einführung sind zahlreiche neue effizientere und QSB-robustere Betriebsarten lanciert worden. Sie haben sich wie Mode- strömungen verhalten: Sie sind gekommen und teilweise wieder gegangen! Mitte 2017 hat der Nobel- preisträger Joe Taylor, K1JT, mit FT8 seine neueste digitale Betriebsart für schwache Verbindungen ein- geführt. Sie hat sich rasant verbreitet. In der Abbildung 1 erkennt man deutlich, wie FT8 die übrigen Di- gimodes verdrängt hat. Der Anteil von CW und SSB ist jedoch konstant

Abbildung 1: Die Entwicklung von FT8 in einem Jahr

 

Quelle: Michael Wells, G7VJR, ClubLog

Im Referat FT8 – Die digitale Revolution im Amateurfunkwesen – wird Dr. Jürg Regli, HB9BIN, folgende Inhalte abdecken: Übersicht über die Betriebsarten bei schwacher Kommunikation (Weak Signal Com- munication), Vergleich zwischen JT65 und FT8, FT8-Betriebstechnik, FT8-DX-Modus, JT-Alert und FT8- Logbuchführung, FT8 als Instrument zum DXen: Eine statistische Auswertung von rund 1'500 FT8-QSOs. Die theoretischen Ausführungen werden mit Ton- und QSO-Beispielen sowie mit Übungen aufgelockert. Abbildung 2 zeigt ein FT8-QSO auf 6 Meter mit dem rund 3‘000 km entfernten Armenien, welches mit -12 dB bei EK7DX aufgenommen wurde. HB9BIN sendete

-05 dB, wobei das QSB zwischen -3 dB und -9 dB schwankte.

 

Abbildung 2: FT8-QSO mit Armenien auf 6 Meter